Küche
Einfach mit Trüffel kochen: Rührei, Risotto und Pasta, bei denen die Knolle glänzt
Der häufigste Fehler mit Trüffeln ist, sie in ein aufwendiges Gericht mit vielen starken Aromen zu packen. Dann geht der feine Duft unter. Trüffel lieben einfache Begleiter mit Fett und Stärke: Eier, Butter, Kartoffeln, Reis, Pasta. Hier sind drei Klassiker, die jeder zu Hause schafft.
Rührei mit Trüffel
Das einfachste und vielleicht beste Trüffelgericht. Für zwei Personen vier Eier, die idealerweise einen Tag mit dem Trüffel im Glas gelegen haben, mit einer Prise Salz verquirlen. Ein Stück Butter bei kleiner Hitze schmelzen, die Eier hineingeben und langsam rühren, bis sie cremig gestockt sind. Auf warme Teller geben und sofort 5 bis 8 Gramm Trüffel darüber hobeln. Dazu passt geröstetes Brot.
Risotto mit Burgundertrüffel
Eine Zwiebel fein hacken und in Butter glasig dünsten. 160 Gramm Risottoreis dazugeben, kurz mitdünsten und mit einem Schluck Weisswein ablöschen. Nach und nach heisse Gemüsebouillon zugeben und rühren, bis der Reis nach etwa 18 Minuten bissfest ist. Vom Herd nehmen, ein grosses Stück kalte Butter und geriebenen Parmesan unterziehen und zwei Minuten ruhen lassen. Auf Teller verteilen und den Trüffel erst am Tisch darüber hobeln.
Tagliolini mit Trüffelbutter
Frische Tagliolini in Salzwasser kochen. In einer Pfanne reichlich Butter schmelzen, etwas Kochwasser dazugeben und die abgetropfte Pasta darin schwenken, bis eine glänzende Sauce entsteht. Wer Trüffelbutter vorbereitet hat, nimmt diese. Mit frisch gehobeltem Trüffel und wenig Parmesan servieren.
Tipps zum Hobeln
- Hobeln Sie Trüffel immer erst kurz vor dem Servieren über das warme Gericht. Die Wärme setzt das Aroma frei.
- Ein Trüffelhobel mit verstellbarer Klinge erlaubt hauchdünne Scheiben. Notfalls geht auch ein sehr scharfer Sparschäler.
- Rechnen Sie mit 5 bis 10 Gramm pro Person als Hauptdarsteller, bei schwarzen Wintertrüffeln eher etwas mehr.
Weniger ist mehr
Verzichten Sie auf Knoblauch, starke Kräuter oder viel Pfeffer. Ein gutes Salz, gute Butter und ein frischer Trüffel reichen völlig. Wer mehr über die Geschichte des Risottos erfahren möchte, findet sie im Wikipedia-Artikel zum Risotto.